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Denkmal! – Die Gedächtnisambulanz

Ich werde alt. Ich kann mir nichts mehr merken. Ich vergesse Telefonnummern. Ich kenne mich selbst nicht mehr.

Er oder sie hat sich verändert. Er/Sie ist nicht mehr wieder zu erkennen. Er/Sie hat seine Gewohnheiten verändert. Er/Sie handelt, wie er/sie früher niemals gehandelt hätte.

Diese Beschwerden oder Veränderungen sind häufiger als Sie denken und können Vorboten oder Anzeichen für eine Störung der Hirnleistung sein. Können – aber nicht müssen!

Es macht Angst, wenn man merkt, dass man sich selbst oder dass sich ein Angehöriger in dieser Form verändert. Unsicherheit und Panik können die Folgen sein. Man schließt sich aus – aus Angst, dass andere es merken. Es ist Ihnen peinlich. Sie vereinsamen.

Wenn Menschen entsprechende Probleme bemerken oder anderen durch Fehlleistungen auffallen ist eine Abklärung extrem wichtig und unverzichtbar. Sollte es sich wirklich um eine krankhafte Veränderung handeln hat das oft eine erhebliche Minderung wenn nicht sogar den völligen Verlust der Selbständigkeit zur Folge.

Gedächtnisambulanz „Denkmal“

Was also tun? Wagen Sie den Schritt! Lassen Sie sich testen!

In der Gedächtnisambulanz „Denkmal“ unserer speziellen Abteilung für Altersmedizin (Geriatrie) werden wir verschiedene, ganz spezielle und allesamt völlig harmlose Tests vornehmen. Hiermit können wir unterscheiden, ob es sich um eine altersentsprechende Einschränkung handelt oder ob eine Erkrankung vorliegt, die evtl. eine stationäre Behandlung erforderlich macht.

Nur mit diesen Tests und einer zugehörigen Untersuchung durch einen Facharzt für Innere Medizin kann hier Sicherheit geschaffen werden.
Mit Gesprächen, sowohl mit dem Betroffenen als auch mit den Angehörigen, versuchen geriatrisch und gerontologisch geschulte und erfahrene Mitarbeiter die Defizite im Denken und Handeln aufzudecken.
Spezielle Gedächtnis-, Intelligenz- und Aufmerksamkeitstests schließen sich an.
Ergänzend kann eine körperliche Untersuchung, eine Blutentnahme und eine Röntgenuntersuchung erforderlich sein. Anschließend erfolgt eine Teamkonferenz in der das Untersuchungsergebnis ausführlich besprochen wird um den betroffenen Menschen von mehreren Seiten zu überblicken.

Anschließend erhalten Sie, nach einem Abschlussgespräch, einen ausführlichen Bericht über die Untersuchungsergebnisse.

Gedächtnisstörungen?

Gedächtnisstörungen sind sehr vielfältig!
Sie können Ausdruck einer sogenannten dementiellen Erkrankung sein. Hierzu gehört auch die Alzheimer-Erkrankung, die nur eine Unterart der Demenzen darstellt.

Eine Demenz kann aber auch durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn auftreten. Dies ist durch eine schleichende, z.T. jahrelange Unterversorgung des Gerhirnes mit Blut bzw. Sauerstoff möglich wie auch im Rahmen eines Schlaganfalles.

Auch Stoffwechselerkrankungen sind als Ursache denkbar. Hierzu gehören Schilddrüsenerkrankungen, Störungen der Nieren- und Leberfunktion, die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Auch Vitaminmangel und Alkohol sind nicht selten die Ursprünge.

Allerdings äußern sich, ungeachtet des Ursprunges, nicht selten Be- und Überlastungszustände oder auch eine Depression in ähnlicher Weise.
Die Ausprägung und Art der entsprechenden Krankheitszeichen ist also äußerst vielfältig und individuell verschieden.
Aber eines haben alle Gedächtnis- und Hirnleistungsstörungen gemeinsam.
Sie müssen abgeklärt werden!

Nur so kann eine notwendige und richtige Behandlung rechtzeitig einsetzen und schlimme mögliche Folgen, wie etwa eine frühzeitige Heimunterbringung können verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.

Gedächtnisprobleme kennen keine Altersgrenze

Daher ist in unserer Gedächtnisambulanz auch die Untersuchung von jüngeren Menschen, die noch im Arbeitsleben stehen durchaus möglich und erwünscht.

Unser vorrangiges Ziel ist die ambulante Abklärung zur Vermeidung von unnötigen und kostspieligen Krankenhausaufenthalten. Trotzdem ist ein weiterreichender stationärer Aufenthalt nicht in allen Fällen vermeidbar.

Selbstverständlich werden die Angehörigen, unter Beachtung der Patientenrechte und insbesondere der Schweigepflicht, gerne umfassend informiert. Die Zusammenarbeit mit den Angehörigen ist einer der Grundpfeiler der Geriatrischen Arbeit und natürlich auch der Gedächtnisambulanz.
Zusammen kann man oft einem alten Menschen umfassend helfen.

Jung und Alt und Miteinander!

 

aktualisiert am  01.08.2014nach oben

 

Patienten-Direkteinstieg

 

Demenz ist kein Tabu; sie ist menschlich.

Bei Fragen, Sorgen und Nöten – nehmen Sie sich die Freiheit – sprechen Sie uns an:

Hier einige Hinweise zu weiteren Informationsquellen:

 

St. Johannes-Hospital
gemeinnützige GmbH

Bleichenpfad 9
26316 Varel

Telefon:0 44 51 / 920 – 0
Fax:0 44 51 / 920 – 2215


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