Was kann man lernen?

Was kann man lernen?

Was unter dem Abschnitt „Was machen wir?“ beschrieben ist, werden Sie im gemeinsamen Alltag kennenlernen. 


Patientenversorgung klappt nur im Team – wir teilen unsere Erfahrung mit Ihnen und Sie wachsen zunehmend in die Rolle eines verantwortlichen Arztes. Ziel Ihrer Facharztausbildung ist, dass Sie sich für Ihre Patienten in jeder Beziehung verantwortlich fühlen und letztlich in der Lage sein werden eigenständig zu entscheiden und Verantwortung zu tragen.


Die rechtliche Verpflichtung z.B. bei Operationen immer einen Facharzt vor Ort zu haben ist offensichtlich patientenfreundlich intendiert, hat aber die unerwünschte Nebenwirkung, dass es deutlich schwieriger ist sich an die volle Verantwortung zu gewöhnen, die Sie später als Facharzt übernehmen müssen. Hier versuchen wir einen optimalen Weg zwischen Aufsicht und Eigenständigkeit aller Mitarbeiter zu finden. Sie werden erleben, dass wir in unseren Besprechungen alles hinterfragen dürfen und auch alte Chirurgen zur Selbstkritik fähig sind. Wir möchten, dass Sie als Facharzt dann in der Lage sind rasche, klare Entscheidungen zu treffen und immer zu reflektieren, wo Verbesserungen möglich sind. 


Das Team arbeitet auch an dem viel zitierten Thema der Work-Life-Balance. Wie bereits im Abschnitt „Wer passt zu uns?“ beschrieben, gibt es bei uns keine Strukturen, die auf unbezahlten Überstunden basieren. Wir achten persönliche Interessen und gehen auf individuelle Bedürfnisse ein. Aber wir dürfen auch nicht so tun, als sei alles möglich – es gibt keine stressfreie ärztliche Arbeit in einer Akutklinik. Individuelle Bedürfnisse müssen im Team ausgewogen beachtet werden. Und Patientenbedürfnisse haben die oberste Priorität. Im realen Kompromiss des Alltags müssen wir alle erfahren, wo unsere Prioritäten, unsere Belastbarkeit und unsere Belastungsgrenzen liegen. Dies ist gerade für Ärztinnen und Ärzte im frühen Berufsleben wichtig. Nur so können wir die inakzeptabel hohe Rate an Burn-out in unserem Beruf bekämpfen.