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Erfahrungsbericht von Peter Groeneweg

Innere Medizin in "kleinen" Häusern besser zu erlernen

Nach meinem AIP in Buxtehude und anschließenden Tätigkeiten als Assistenzarzt in Düsseldorf und Delmenhorst bin ich seit dem 01.01.2005 im St. Johannes Hospital in Varel angestellt. Für mich standen bei meinem Wechsel nach Varel folgende Kriterien im Vordergrund: Nettes Kollegium, gute Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten inklusive niedriger hierachischer Strukturen sowie der Erwerb der mir noch fehlenden Untersuchungszahlen in einem überschaubaren Zeitrahmen.

Dabei habe ich mich ganz bewußt für ein sogenanntes "kleines" Haus entschieden und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Neben der alltäglichen Stationsarbeit wollte ich möglichst schnell in die Funktionen kommen. Durch einen festgelegten Rotationsplan war ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase bereits nach zwei Monaten in der Endoskopie eingeteilt und erlernte unter Anleitung zunächst die Gastroskopie gefolgt von der Koloskopie und Bronchoskopie. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich somit diesbezüglich die erforderlichen Untersuchungszahlen zusammen. Das gleiche gilt im übrigen auch für die weiteren diagnostischen Untersuchungen (Sonographie/ Echo-kardiographie / Punktionen, etc.) die ebenfalls im Rotationsverfahren erlernt werden.
  2. Bin ich der Meinung das man die Innere Medizin in "kleinen" Häusern besser erlernen kann. Das liegt zum einen daran das man den Ihm/ Ihr anvertrauten Patienten rundum betreut, was meint das man von der Aufnahme bis zur Entlassung alles (Untersuchungen je nach Ausbildungsstand, Therapie, etc.) selbstständig durchführt. Hier sehe ich einen entscheidenden Vorteil gegenüber den großen Kliniken in denen es z.B. Funktionsabteilungen gibt in der die Patienten meist von Ärzten untersucht werden, die den Patienten aus dem Stationsalltag nicht kennen.

Nach nunmehr drei Jahren kann ich sagen, daß meine Erwartungen die ich an meine neue Arbeitsstellle gestellt habe erfüllt wurden und ich gerne hier arbeite. Dies liegt auch an den Kollegen, die eher als Freunde denn als Arbeitskollegen zu bezeichnen sind.

Varel, im April 2008

Peter Groeneweg, Assistenzarzt