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Dienstplanmodell: Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit

Unter der Berücksichtigung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs, wonach der Bereitschaftsdienst im Krankenhaus im vollen Umfang als Arbeitszeit zu gelten habe, wurde in Zusammenarbeit mit den Assistenzärzten ein Dienstplanmodel erarbeitet, das diese Vorgabe umsetzt.

Der tägliche Bereitschaftsdienst wird in Spät- und Nachtdienst unterteilt, wobei die einzelnen Schichten im Rotationsprinzip für eine Woche übernommen werden. Der Spätdienst hat eine reguläre Dauer, der längere Nachtdienst wird mit Freizeit ausgeglichen.

Der Wochenendbereitschaftsdienst wird ebenfalls in zwei Schichten – Tag und Nachtdienst – eingeteilt. Die Wochenenddienste werden gesondert vergütet. In diesem Model kommen "Marathondienste", welche 24 oder 36 Std. dauern, nicht mehr vor. Das Arbeitszeitgesetz wird jederzeit eingehalten.

Die Dienstbelastung liegt im Schnitt bei zwei Wochenendtagen pro Monat. Die Rotation in den Spät- und Nachtdienst erfolgt durchschnittlich alle 8 Wochen.