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Ein Krankenhaus im Wandel der Zeit

Heute

Das St. Johannes-Hospital ist heute ein modernes, leistungsfähiges Krankenhaus. Sein breites medizinisches Leistungsspektrum misst sich an aktuellen Standards. Die Patienten erhalten individuelle pflegerische und ärztliche Betreuung und seelsorgerische Zuwendung durch die engagierten Mitarbeiter des christlich geführten Krankenhauses.

Die Anfänge

Das Krankenhaus blickt auf eine über 145-jährige wechselvolle Geschichte zurück. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren die Arbeiter der Fabriken und Ziegeleien von Varel im Krankheitsfall weitgehend sich selbst überlassen und ohne jegliche öffentliche Krankenpflege. Die Ärzte benötigten daher dringend Krankenpflegekräfte.

Das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in Münster war schließlich bereit, Schwestern nach Varel zu entsenden. Noch fehlten jedoch die Räumlichkeiten und das dafür nötige Geld. Ganz ohne kommunale und staatliche Hilfen, nur mit Hilfe von Einnahmen aus Spenden, Haussammlungen und Kollekten wurde dann ein Haus an der Ecke Bahnhof-/Holzbergstraße gemietet. Dies war die Geburtsstunde des ersten Krankenhauses in der hiesigen Region bis weit nach Wilhelmshaven, Brake und Westerstede. Es erhielt den Namen St.Johannes, da der Gründungstag auf das Fest des Heiligen-Johannes des Täufers fiel.

Bald genügten diese Räumlichkeiten nicht mehr. 1868 waren schon 3746 Pflegetage angefallen. 1869 wurde daher ein zweistöckiges Haus in der Neuen Straße gekauft und umgebaut. Das erste Kuratorium wurde gegründet und das Krankenhaus erhielt die Rechtsform einer katholischen, milden Stiftung. Auch das neue Haus blieb angewiesen auf Spenden und Haussammlungen.

Eine Pockenepidemie in den achtziger Jahren führte zum Bau einer Isolierstation. Die Schwestern schlossen sich dort mit den Kranken ein und das Essen wurde durch das Fenster gereicht.

1887 waren die Pflegetage auf 9230 angestiegen. Da ein weiterer An- und Umbau nicht realisierbar war, entstand 1888 ein ganz neues Haus mit 80 Betten an der heutigen Stelle (mittlerer Klinkerbau).

Ins neue Jahrhundert

1910 beschloss das Kuratorium die Erweiterung des Hauses, da die Pflegetage inzwischen auf 19.854 angewachsen waren. Im 2. Weltkrieg wurde das Krankenhaus zum Lazarett umfunktioniert und erst 1945 durfte es mit 188 Betten wieder als Zivilkrankenhaus genutzt werden. In der Nachkriegszeit widmeten sich die Ordensschwestern nicht nur der Pflege, sondern sorgten auch für Lebensmittel.

Das Leben normalisierte sich und 1950 erwarb das Kuratorium das Carstenssche Wohnhaus mit Garten und baute es zu einem Isolierhaus um. Das Krankenhaus verfügte nun über 220 Betten.

1953 wurden die Aufgaben der DRK-Frauenklinik übernommen, diesmal mit staatlicher und kommunaler Hilfe. Seitdem erblickten im Vareler Krankenhaus über 21.000 Kinder das Licht der Welt (Stand August 2009). Bis 1959 war das Haus auf 265 Betten gewachsen, verteilt auf drei Gebäude: Marien-Haus, Elisabeth-Stift und Johannes-Stift. 1967 wurde ein neuer Behandlungs- und Bettenflügel fertig gestellt. 1968-1971 folgten die Sanierung des Altbaus, des Erweiterungsbaus, der Frauenabteilung und die Schaffung einer Intensivpflegeabteilung.

Strukturwandel

Bis Ende der 80er Jahre kam es zu einem erheblichen Bettenverlust, bedingt durch Veränderungen in der regionalen Versorgungsstruktur und die dadurch ausgelöste Leistungsverschiebung unter den Krankenhäusern der Umgebung. Trotz der drastischen Erschwernisse durch das Gesundheitsstrukturgesetz zeigten jedoch einige Umstrukturierungen Anfang der 90er Jahre bald ihre Wirkung und führten zu einer Erhöhung der Bettenzahl auf heute 170 Betten. In den letzten Jahren hat das Krankenhaus seine Position als feste Größe auf dem Gesundheitssektor der Stadt Varel und Umgebung entscheidend gefestigt, so auch in seiner Eigenschaft als Unfallschwerpunktkrankenhaus für den südlichen Teil des Landkreises Friesland.

2006/2007 wurden die Funktionsbereiche grundlegend saniert oder erneuert. Mit Förderung des Landes Niedersachsen wurden ca. 20 Millionen € investiert, um Gebäude und Medizintechnik dem aktuellen Standard anzupassen.

Gründung der gemeinnützigen GmbH St. Johannes-Hospital

Um den Anforderungen an eine moderne Betriebsführung zu genügen, beschlossen die Kuratorien der Stiftungen St.Marien und St.Johannes die Gründung einer gemeinnützigen GmbH. Sie ging am 01.04.1997 in Betrieb und trägt das Krankenhaus St. Johannes-Hospital mit 150 geförderten Planbetten sowie das Wohn- und Pflegezentrum St. Marien-Stift mit 70 Heimplätzen.

Zunächst war auch noch der im November 1996 gegründete ambulante Pflegedienst St. Marien Betriebsteil dieser neu gegründeten gemeinnützige GmbH. Es erfolgte dann aber die Abtrennung von der St. Johannes-Hospital gemeinnützige GmbH und die Fusion mit der Caritas-Sozialstation Wilhelmshaven. Die Gründung einer eigenständigen gemeinnützigen GmbH als Tochtergesellschaft mit dem Namen Caritas-Sozialstation Varel-Wilhelmshaven gGmbH mit Sitz in Varel wurde zum 01.01.1999 erfolgreich abgeschlossen. Diese Tochtergesellschaft des St. Johannes-Hospitals bietet ambulante Alten- und Krankenpflege, hauswirtschaftliche Dienste und einen Menüservice an. Nierderlassungen befinden sich in Varel und Wilhelmshaven.

Ein weiterer entscheidender Schritt mit dem Ziel der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Sicherung der Arbeitsplätze, war die Gründung einer zweiten Tochtergesellschaft mit dem Namen Vareler Wirtschaftsdienste GmbH zum 01.07.1999.

 

aktualisiert am  28.07.2017nach oben

 

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